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MerlonsSeit 1992 entwickeln die Merlons ihren ‚Medieval Mystic Folk Crossover', das sind eigene Kompositionen mit mittelalterlichem Flair.Unter dem Bandnamen "The Merlons of Nehemiah" erschienen die ersten Veröffentlichungen (‚Cantoney', ‚Eluoami' und ‚Romanoir'): Merlons ist altenglisch und steht für Burgzinnen; Nehemiah ist eine alttestamentarische Figur, die Jerusalem nach der Zerstörung wieder aufbauen ließ aus den alten Steinen. Insgesamt ein bislang unbelegtes und klangvolles Wortgebilde, das alleine eine gewisse Mystik als Kontext angibt. |
Auf diesen ersten
Platten sangen die Merlons in englischen, französischen, deutschen und
phantasiesprachlichen Texten vom ‚Ork' und von ‚Maiden and Dragon' Schon damals legten sie in erster Linie Wert auf Atmosphäre und Emotionalität ihrer Musik. Das Spiel der Instrumente und auch das Songwriting sind auf die Kombination der bekannten Spielarten ausgelegt: Im düsteren Indie-Sound der Band ist die Gitarre von Fritz zum Beispiel auf nur einen Ton gestimmt; sein Spiel beruht auf Intervallverschiebungen und Dynamik, wie es der Charakteristik mittelalterlicher In-strumente entspricht. Und Songs entstehen aus Melodiestücken, die auf einem Bor-dun-Teppich angeordnet werden. So machen die Merlons seit jeher im besten Sinne das, was einst Crossover genannt wurde. 1996 erschien mit ‚Salamander' die erste Platte unter dem Namen "The Merlons", der auch für die Alben ‚Water · Naked · Nature' und ‚Trance' galt. In dieser zweiten Phase der Entwicklung verabschiedeten sich die Merlons von Henkersbraut und Palästinalied, um eine eigene, weniger klischeehafte Ausdrucksform zu finden. Der Bezug zur Natur wurde in der textlichen Aussage dominanter und auch in der Musik der Band wurden die mittelalterlichen Instrumente nur mehr als Klangtupfer im eigenständigen Rocksound eingesetzt. Parallel dazu fanden die Merlons in ein professionelleres Umfeld, so dass seither ihre beachtliche Live-Präsenz zu einer schier unerschöpflichen Inspirationsquelle geworden ist. Mit der Veröffentlichung von ‚sinn licht' wurden aus "The Merlons" die rein deutschsprachigen "Merlons". Die dritte Phase der Entwicklung war vor allem dem Finden einer eindeutigen Aussage gewidmet. Die bis dato vorherrschende Verspieltheit der Kompositionen wurde geschliffen und mit der Technik des Harddisc-Recordings so viel Elektronik in den mittelalterlich anmutenden Klang gebracht, wie bei kaum einer anderen Band. Gleichzeitig wurden die Texte sowohl intimer als auch hermetischer. So wurde ‚sinn licht' nach P.G.s Einschätzung ein "sehr ambitioniertes, sehr volles, sehr dichtes, sehr forderndes... ja vielleicht überforderndes Album. Wir haben zwei Jahre zu viel in einem Schritt genommen und übers Ziel hinaus geschossen." Nicht zurück sondern nach vorne führt nun das aktuelle Album ‚Die wahre Mutter Gottes'. In der vierten Phase ihrer Entwicklung liefern die "Merlons Lichter" Denkansätze im Kontext eines neuen Verlangens nach spiritueller Geborgenheit und polarisieren dabei durch ein intelligentes Spiel mit der Symbolik verschiedener Glaubensrichtungen. Musikalisch haben die Merlons jetzt den harten Weltmusik-Rock mit mittelalterlichen Sounds kreiert. Und es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch dieser Klang als markttauglich erweist. Schließlich kam schwarzkitteliger Folkrock Mitte der 90er in Mode, als die Merlons bereits den Weg zum Mittelalter-Rock genommen hatten. Der boomt seit Ende der 90er Jahre, während die Merlons nun am Eso-Rock arbeiten. Niemand wird sie deshalb zur bislang verkannten Trendsetter-Band hypen, aber dass seit nunmehr zehn Jahren die Bandentwicklung der Merlons den größeren Moden der Indie-Szene stets ein paar Jahre voraus eilte, ist nun einmal Wirklichkeit. Kontakt & InfosE-Mail: lichter@merlons.deInternet: www.merlons.de |
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